Starten Sie mit uns in eine Zeitreise
in die Vergangenheit

Eine kurze Einleitung …

(Detailinfos erhalten Sie weiter unten)

Der Fanfarenzug Dringenberg e. V. wurde im Jahre 1964 gegründet und kann damit auf eine inzwischen 50-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Ziel des Vereines ist es, die reine Fanfarenmusik und insbesondere auch die alte Reitermusik zu pflegen. Ursprünglich wurden daher nur lange Naturfanfaren (ohne Ventile) und Landsknechtstrommeln bei den Konzerten und Umzügen eingesetzt. Im Laufe der Zeit ging man jedoch dazu über, auch Trompeten, Kesselpauken und Marschtrommeln zu verwenden, um insbesondere Reitermärsche wie den Fehrbelliner Reitermarsch etc. harmonischer gestalten zu können. Mittlerweile verfügt der Fanfarenzug über ein breites musikalisches Repertoire von reinen Naturfanfarenmärschen über Reitermärsche bis hin zu moderneren Stücken wie zum Beispiel Rock my soule, yellow submarine, by the rivers of babylon etc. Neben der Teilnahme an Schützenfesten, Karnevalsumzügen und historischen Stadtfesten in der näheren und weiteren Umgebung wurden bereits Konzerte in Aurich, Hamburg, Gelsenkirchen, Berlin, Dortmund, Reith im Alpbachtal (Österreich) etc. gegeben. Der Fanfarenzug besteht derzeit aus 104 Mitgliedern, wobei 46 aktive Musiker und 68 passive Mitglieder bzw. Fördermitglieder zu unseren Reihen zählen. Von diesen Mitgliedern sind 3 Ehrenmitglieder. 5 Jungen und Mädchen befinden sich derzeit in der Ausbildung Fanfarenbläser. Von den 46 aktiven Musikern sind 27 reine Fanfarenbläser, 7 Spieler die Fanfare und Trompete sowie insgesamt 12 Personen, die das Trommelregister besetzen. Hier besetzen wir in den unterschiedlichsten Konstellationen Tenortrommel, Marschtromme, große Pauke und Kesselpauken. Die Musiker in Ausbildung haben ein Alter von 9-12 Jahren. Die Spielleute von 12 bis 64 Jahren. Der Altersdurchschnitt beträgt 26,86 Jahre. 18 Musiker sind unter 18 Jahre alt, 14 sind der Kategorie von 18 bis unter 40 Jahren einzuordnen und 10 sind älter als 40.

Kleine Chronik

Gründung 1964 und die ersten Schritte

Inspiration zur Gründung war der Spielmanns- und Fanfarenzug Castrop-Rauxel, der als Gastverein beim 40-jährigen Bestehen des Spielmannszuges Dringenberg am 24.06.1964 zu Gast war. Männer der ersten Stunde waren Helmut Beller, Alfons Brinkmann, Franz Flore, Franz-Josef Legge und Paul Uhe Überlegungen einer Zusammenlegung des Spielmanns- und des Fanfarenzuges scheiterten, also Beschloss man auf eigene Faust weiter zu machen. Kurzerhand wurden 5 Fanfaren vom Musikgeschäft Lindner zu einem Stückpreis von 35,00 DM bestellt. Im Herbst des Jahres wurde weiterhin die erste Landsknechttrommel angeschafft. Erste Übungsstunden fanden im Knick hinter der Burg und auf der Neustadt (Schonlaublick) statt. Erstes Stück war der Fehrbelliner Reitermarsch, welcher vom Spielmannszug Dringenberg bekannt war. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keinen Ausbilder, alles musste selbst erarbeitet werden. Eine sehr mühsame Angelegenheit. Unterstützung wurde vom Fanfarenzug Bad Driburg erhofft. Dieser lehnte jedoch jegliche Zusammenarbeit ab.

geschichte sauer02Eines Tages hörte Horst Sauer die Fanfaren erklingen, ging auf die Jungmusiker zu und bot sich als Ausbilder an. Von da an ging es steil bergauf.

Im Februar 1967 fand im Saal der heutigen Vereinsgaststätte Hausmann die Übergabe der ersten Uniform an die Spielleute im Rahmen einer Feierstunde statt. Bestellt wurden: 15 schwarze Tuchröcke, 1 schwarzer Strichtuchrock, 15 Schiffchen, 1 Schirmmütze, 16 weiße Koppeln und 16 weiße Hosen. Diese wurden bei der Fa. Henkel angefertigt und kosteten damals ca. 90,00 DM (rd. 46 EUR) pro Person.

geschichte umzug02Der erste Auftritt erfolgte dann im Mai 1967 auf dem Schützenfest in Borlinghausen. Im Jahre 1967 nahm der Fanfarenzug dann erstmalig am Dringenberger Schützenfest teil. Dies ist vor allem der Überredungsgabe von Horst Sauer zu verdanken, der den damaligen Oberst Anton Heinemann und dessen Vorstand trotz Bedenken, dass man nach Fanfarenmusik nicht marschieren könne, doch dazu brachte, den Fanfarenzug am Schützenfest teilnehmen zu lassen.

Im Herbst 1967 erhielt der Fanfarenzug die ersten Fanfarentücher in schwarz, welche von Herrn Rudolf Herld hergestellt und kostenlos übergeben wurden. Die ersten Auftritte fanden in Altenheerse, Bonenburg, Borgholz, Bühne, Detmold, Helmern, Schmechten, Schwalenberg, Volkmarsen und Warburg statt.

Imgeschichte sauer01 Jahre 1969 fand zum ersten Mal eine Vorstandswahl statt, bei der Helmut Beller zum ersten 1. Vorsitzenden des Fanfarenzuges gewählt wurde.

In den Jahre 1971 bis 1973 ruhte der Fanfarenzug. Aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen gab es zu dieser Zeit viele Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Vereines und man beschloss, einige Zeit abzuwarten um dann evtl. einen Neubeginn zu wagen.

Neukonstituierung 1974 und erneute erste Schritte Im Januar 1974 trafen sich 10 ehemalige Spielleute um einen Neubeginn zu wagen. Aber mit diesem Versuch konnte die Aktivierung des Fanfarenzuges nicht erreicht werden.

geschichte umzug01Im Juni 1974 erging auf Initiative von Günter Beller ein Schreiben an ehemalige Spielleute, Freunde und Gönner des Fanfarenzuges um einen erneuten Neubeginn zu wagen. Die Neukonstituierung erfolgte dann am 21. Juni 1974 in der Gastwirtschaft Bernard. 24 Mitglieder, davon 17 aktive Spielleute traten dem Verein bei.

Spielleute:
Günter Beller, Helmut Beller, Werner Beller, Alfons Ferber, Manfred Ferber, Franz-Josef Falke, Franz Flore, Willi Heising, Hubert Linnemann, Johannes Linnemann, Burkhard Rüther, Horst Sauer, Jürgen Seifert, Heribert Todt, Bernhard Uhe, Karl-Heinz Uhe und Paul Uhe

Passive:
Josef Bernard, Richard Ferber, Josef Flore, Harro von Krause, Paul Niebich, Anton Schöttler, Herbert Schnabel

Die teilweise geheime Wahl erbrachte folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender Günter Beller
2. Vorsitzender Alfons Ferber
Kassenwart Paul Niebisch
Schriftführer Harro von Krause
Trainer/Übungsleiter Horst Sauer
Musikwart Karl-Heinz Uhe
Kassenprüfer Josef Flore und Helmut Beller
Vereinswirt Josef Bernard

Der Mitgliederbeitrag wurde auf 2,00 DM (rd. 1,00 EUR) monatlich festgesetzt.
Auf Antrag erhält der Fanfarenzug eine "Starthilfe" in Höhe von 500,00 DM (rd. 256,00 EUR) von der Stadt Dringenberg.
Als Uniform dient weiterhin die im Jahr 1967 angeschaffte schwarz/weiße Uniform.

Im Jahre 1974 absolvierte der Fanfarenzug dann seinen ersten Auftritt nach Neukonstituierung beim 50-jährigen Jubiläum des Spielmannszuges Dringenberg.

geschichte holzsaegenErstmals fand 1974 ein Treffen von Vertretern der 3 Dringenberger Musikvereine statt. Ziel dieser Treffen ist bis heute die besseren Koordination untereinander für gemeinsames Spiel bzw. Auftritte und Veranstaltungen. Daraus ging der 1975 erstmals durchgeführte „Altdeutsche Bauernabend“, später Burgfest genannt, hervor.

Im Jahre 1975 wird zum erstem mal der Weihnachtsball in der Zehntscheune durchgeführt. Urvater ist der damalige 2. Vorsitzende Alfons Ferber.

Im Jahre 1976 machte der Fanfarenzug einen weiteren großen Schritt nach vorn. Horst Sauer spendete die ersten Kesselpauken und Werner Strathausen (Tombourmajor des Spielmannszuges) übergibt kostenlos eine gebrauchte Trompete. Seitens des Vereins werden drei weitere Trompeten angeschafft. Nun ist man endlich in der Lage Reitermärsche zu üben und zu präsentieren.

geschichte wettstreitIm Jahre 1976 tritt der Fanfarenzug der Spielmannszug-Vereinigung des Kreises Höxter bei. Man möchte die Kameradschaft zu anderen Musikvereinen aufbauen und pflegen und an den jährlich stattfindenden Musikerwettstreiten teilnehmen.

Nach einer ca. 2 ½ jährigen Bauzeit konnte dann im Jahre 1979 der gemeinsame Übungsraum der Dringenberger Musikvereine (Burgmusikanten, Spielmannszug, Fanfarenzug) im Wirtschaftsgebäude der Burg eingeweiht werden. Die finanziellen Mittel wurden von der Stadt Bad Driburg bereitgestellt und die Arbeiten erfolgen in Eigenleistung. Dieser Raum wird auch heute noch für die Proben genutzt und wurde 2007 umfangreich modernisiert.

Seit 1976 spielt der Fanfarenzug klassische Reitermärsche, da Trompeten und Kesselpauken zu den Fanfaren hinzukamen. Auftritte im Dortmunder Westfalenstadion, in Tirol sowie in den Städten Berlin, München, Hamburg, Gelsenkirchen, London und Paris haben die letzten Jahre der Vereinsgeschichte geprägt. Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte ist sicherlich das Konzert, welches aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Vereines dargeboten wurde. Frenetische Rufe nach Zugaben und tosender Applaus nach einem abwechselungsreichen und anspruchsvollen Programm machten diesen Tag für die Musiker und Gäste unvergesslich.

Zurzeit sind rund vierzig Spielleute, davon eine Frau im Verein aktiv. Zehn Jugendliche werden derzeit ausgebildet. Musikalischer Leiter ist Jens Krelaus. Vorsitzender des Vereines ist Bernd Nahen.

In eigener Sache:

In den nächsten Tagen veröffentlichen wir auch die ersten Termine 2017. Bitte noch etwas Geduld...