Entstehungsgeschichte der Fanfare

Die Fanfare ist eines der ältesten Instrumente und kommt praktisch in allen Kulturen vor. Die frühesten Fanfaren waren Megaphone, die bei religiösen und magischen Riten in den Frühkulturen zur Verzerrung der Stimme dienten (noch heute das Didjeridu in Australien).

Ägyptische Fanfaren aus Bronze oder Silber hatten bereits einen Schalltrichter, als Mundstück aber lediglich eine Abrundung des Rohrendes. Sie diente als Kult- und Kriegsgerät und ein griechischer Schriftsteller verglich den Klang mit Eselsgeschrei. Nach der ägyptischen Mythologie soll der Gott Osiris selbst der Erfinder der Trompete sein.

Etrusker und Römer begannen dann Trompeten mit Mundstücken auszustatten. Sie waren bis zu 3m lang und dienten auch hier hauptsächlich als Kriegsinstrument und deren Klang muss alles andere als schön gewesen sein, nicht so wie man es aus den heutigen Filmen kennt.

Ihren ersten Aufschwung erlebte die Trompete in der Renaissance (1400-1600). Aufgrund der Entdeckung neuer Techniken konnten die Instrumentenbauer die Rohre mit engem Radius biegen und es entstand erstmalig eine Form, die unserer heutigen Fanfare sehr ähnlich sieht. Sie war weiterhin noch ein Naturtoninstrument (ohne Ventile und Klappen). Ihr Tonumfang war zu Anfang noch sehr gering (nur 4 Töne im unteren Register) doch im Laufe der Zeit stellte man fest, dass man durch Überblasen mehrere Obertöne erzeugen konnte und so der größere Tonumfang in dem höheren Register genutzt werden konnte.

Die immer präziser werdende Herstellungsweise von Instrument und Mundstücken führte im Laufe der Zeit zu immer besser werdenden Klangeigenschaften.

Unsere Fanfarentrompeten, auch Heroldstrompeten genannt, sind das letzte Abbild der im Mittelalter von den Herolden, die als Stadt- oder Hoftrompeter fungierten, geblasenen Naturtrompeten.

In eigener Sache:

In den nächsten Tagen veröffentlichen wir auch die ersten Termine 2017. Bitte noch etwas Geduld...